Hunde und Katzen in Istrien / Kroatien
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Katzengeschichte aus Medulin

katzen-mama Seit wir unser Grundstück in Medulin haben, werden wir immer wenn wir vor Ort sind, von Katzen besucht. In den letzten Jahren war das immer eine ältere Katzenmama, die mit ihren Jungen treffsicher nach unserer Ankunft dastand und ihr Fressen forderte. Sie war auch die einzige, die sich anfassen und streicheln ließ und dies auch wohlwollend schnurrend quittierte. Die anderen kamen zwar immer wieder mal auf etwa 2m ran, sobald man jedoch die Hand ausstreckte waren sie weg, um natürlich Sekunden danach wieder aufzutauchen.

So war dann auch immer ein gewichtiger Bestandteil unseres Reisegepäckes das Katzenfutter – „Made in Germany“.

Darf ich vorstellen - unsere Katzenfamilie: die kleine Katzenmama

alter-kater Zu Pfingsten 2003 kam erstmals ein großer kräftiger Kater mit, der wohl der Papa der damaligen Jungen war. Was uns erschreckte waren seine großen Wunden, die er am Hals und an der Wangen hatte – da war nur noch offenes Fleisch zu sehen. Wir vermuteten, dass er wohl ein Touristenkater gewesen sein musste, weil sein Fell so schön glänzte und seine Halsverletzung offenbar auf eine Strangulierung mit einem Seil schließen ließ. Vielleicht wollte ihn jemand loswerden und hat ihn einfach mit einem Strick irgendwo angebunden.
Jedenfalls ließ er sich damals natürlich nicht helfen, er war noch viel scheuer als unsere anderen Katzen. Auch zum Fressen durfte er immer erst als letzter „antreten“ – offensichtlich ist das soziale Verhalten bei Katzen nicht so gut ausgeprägt.
Im Sommer 2003 ist dann wieder wie immer die Katzenfamilie angetreten zum „Fressenfassen“ – der Kater war auch wieder dabei, seine Wunden kaum etwas verheilt.

tierklinik-pula Zu Pfingsten 2004 wieder das gleiche – der Kater mit seinen immer noch nicht verheilten Wunden musste hinten anstehen – er war scheu wie zuvor.
Im Sommer 2004 dann war die Katzenfamilie ohne ihre alte Mama da, wahrscheinlich ist sie mittlerweile im Katzenhimmel. Der schwarze Kater kam jedoch erst am 3. Tag – und da waren wir dann völlig entsetzt ! Er war nur noch ein Schatten seiner selbst, abgemagert, struppiges Fell und er kam auf uns zu, maunzte als wenn er sagen wollte „helft mir doch“ und floh nicht mehr, wenn man die Hand nach ihm ausstreckte. Er ließ sich sogar streicheln.
Wir bevorzugten ihn nun beim Fressen, indem wir die Fressschüssel nahe zu uns stellten, wo die restliche Katzenfamilie sich (zumindest am Anfang) nicht hertraute. So konnte er zumindest in Ruhe und genug fressen.
Die immer noch offenen Wunden machten uns jedoch Sorgen. Wir überlegten schon, ob wir ihn zum Urlaubsende mit nach Deutschland nehmen sollten (unser Kater zuhause war ja verstorben worden und sein Platz bei uns war „frei“ geworden) kamen aber zu dem Schluß, dass wir ihn wohl besser nicht aus der gewohnten Umgebung reißen sollten.
Also war der logische Schritte, zu einem Tierarzt zu gehen und wenigstens Aufpäppelmittel und Antibiotika zu besorgen. In Pula gibt es eine Tierklinik mit angeschlossener Tierapotheke, wo wir ein Vitaminpräparat kauften (war schweinisch teuer, weil aus Deutschland). Ein Antibiotikum durfte der Apotheker uns nicht geben, sodaß ich in die Tierklinik musste.

alter-kater-2 Einem deutsch sprechenden Tierarzt erkläre ich kurz unser Problem mit dem kroatischen Kater und er stellte mir auch gleich ein Rezept aus. Meine Frage nach dem Honorar winke er lächelnd ab.
Nun päppelten wir über fast 3 Wochen den Kater mit Vitamintabletten zerkleinert im Futter und Antibiotika in Pulverform untergemischt wieder auf. Ihm tat das sichtlich gut und er fühlte sich, wie man auf den Fotos sehen kann, in unserer unmittelbaren Nähe sicher, wurde immer zutraulicher und offenbar auch „sauwohl“, denn er schnurrte ständig.
Als wir einmal Besuch hatten und wir bis spätabends auf der Terrasse am Tisch saßen und klönten, saß der Kater plötzlich neben mir auf dem Sessel und ließ sich dann dort schnurrend nieder.

Gegen seine restliche Katzenfamilie setzte er sich dann immer besser durch, verjagte auch schon mal den einen oder anderen fremden Kater und erholte sich zusehends und nahm auch wieder kräftig zu, sein Fell glänzte zum Schluss sogar wieder. Die Wunden waren am Ende unseres Urlaubs ebenfalls fast komplett zugeheilt, so dass wir die begründete Hoffnung hatten, dass er den Winter gut überleben würde.
Leider hat sich unsere Hoffnung nicht erfüllt, denn im darauf folgenden Jahr kam unser Sorgenkind leider nicht mehr …..

Katzenmama
die Milchbar
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fast erwachsen
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